Happy Weeks: Bei der Spitex jeden Tag

Claudine Niederer hat als Ambassadorin viel dazu beigetragen, dass die Spitex bei «Happy Weeks» mitzieht. Im Gegensatz zu den Happy-Week-Aktionen betont Claudine jedoch die generelle Flexibilität bei der Spitex, wenn es um Kundenwünsche geht.

Was war Deine Aktion?
Ich hatte keine spezielle Happy Week gemacht und bei gibt es insgesamt weniger einzelne Aktionen. Aber auch die Spitex hat die persönlichen Porträts, die Collagen erstellt. Für uns gilt: Wir sind sowieso schon flexibel bei den Kundenwünschen.

Also «Happy Week» jeden Tag?
In einem gewissen Sinn ja. Wir können zum Beispiel den Klienten eine grosse Freude machen, wenn wir nicht stur an den Einsatzzeiten festhalten. So kommt es vor, dass jemand bei uns den Dienst für den Abend bestellt hat, aber an einem bestimmten Abend unbedingt gerne weg möchte, an ein Konzert, eine Einladung oder Ähnliches. Würden wir uns nur nach der abgemachten Zeit halten, wäre das nicht möglich. Aber natürlich geht das.

Ein konkretes Beispiel?
Es gab kürzlich einen Mann, der mit seiner Frau einen Tagesausflug machen wollte. Aber das sei nur möglich, wenn wir ihm morgens um 4 Uhr beim Ankleiden helfen würden. Der Mann hat aber kein Nachtwachprogramm bei uns gebucht. Wir machten es trotzdem und so konnte er mit seiner Frau einen Spezialtag geniessen. Solche Aktionen sind bei uns möglich, weil zwei Bedingungen erfüllt sind: Unseren Service gibt es 24 Stunden, an sieben Tagen und wir haben ein gutes Planungsteam.

Noch ein Beispiel?
Da war diese Frau, die kurzfristig ins Spital musste. Sie hatte eine Katze und niemanden, der sich um sie kümmert. Die Klientin machte sich deswegen irrsinnig Sorgen. Es ist nicht unsere Aufgabe, einen Pflegeplatz für eine Katze zu finden. Aber wir haben das gesucht und gefunden. So war die Katze nicht alleine und die Klientin hatte eine Sorge weniger.

Durch Happy Weeks sollen Thurvita-Mitarbeitende ihre Klienten besser kennenlernen, Wünsche erfahren und erfüllen. Ziel erreicht?
Für Extrawünsche haben wir bei der Spitex kaum Zeit. Aber den ersten Teil, das besser kennenlernen, hat «Happy Weeks» vorangebracht. Ich schaue heute bewusster in einer Wohnung die aufgestellten Fotos an und frage, wer da abgebildet ist. Weil ich mir die Geschichten merke, gibt das Gesprächsstoff bei den folgenden Besuchen. Ich glaube, dass ich generell sensibilisierter wurde und nicht einfach einen Klienten vor mir habe, den ich «abarbeite».

«Zeitknappheit» ist bei der Spitex ein Thema. Wie wirkt sich das bei Happy Weeks aus?

Unser Problem ist die Verrechnung. Wie oder was soll ich verrechnen, wenn ich während der Arbeitszeit etwas für Happy Weeks mache? Wenn ich mit einem Bewohner eine Stunde lang einen Kaffee trinken gehe, dann muss er das selber zahlen, weil das keine Krankenkasse übernimmt. Das ist sicher nicht die Idee. Hier haben wir mit Happy Weeks ein Problem, aber keine Lösung.

Bei euren Klientenblätter fällt auf: Es fehlen Klienten-Fotos und ihre Namen. Warum?
Die Teamleitung hat klar gesagt: Keine Namen, keine Bilder. Man soll selber rausfinden, wer mit einem Blatt charakterisiert wird. Das Interessante ist: Die meisten Kolleginnen wissen trotzdem sofort, um wen es sich handelt. Wir sassen schon ein paar Mal zusammen und haben die Blätter gemeinsam angeschaut und die Lösung kam in vielen Fällen rasch. Auch das war eine Möglichkeit die Klienten besser kennen zu lernen.

Hat Dir Happy Weeks etwas gebracht?
Mir schon. Ich habe mich auch stark dafür eingesetzt.

Warum Du?
Weil ich sowieso schon Ambassadorin von James&Rose bin und dann sagen immer alle: Mach Du! Sie finden das selbstverständlich.

Das ist aber nicht die Meinung von James&Rose.
Ja. Aber so ist es.

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1 Kommentar

  1. Rita Dönni

    Ambassadorin Claudine
    Danke für deinen Einsatz als Ambassadorin im Spitex Bereich.
    Wie Du erklärst machen wir täglich Happy Weeks mit Kleinigkeiten…hilfe beim Telefonieren,etwas vom Schrank herunter holen,eine Birne zu wechseln,wenn mal kein Brot da ist usw.
    Ich hätte mir gewünscht die Zeit ,die wir für die Collagen gebraucht haben für Happy Weeks zu nutzen!!(in der Spitex)

    “Zum schmunzeln”

    Meine Wunsch von Happy Weeks: wenn ich selber mal älter bin,weniger Englische /Französische Wörter zu benutzen .(die vergesse ich gleich wieder)

    Frohe Adventszeit
    Rita

    Antworten

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