Im Thurvita Untergrund

Nicht mancher darf dorthin, wo der Schreibende hin konnte …

Alterszentrum Sonnenhof. An einem Nachmittag: Aus dem Büro raus, den Gang entlang, Richtung Küche, Treppenhaus runter bis zum Parterre, dann scharf links in den Entsorgungsraum für Kartons und Flaschen, weiter geradeaus, durch die hintere Tür hindurch.

So. Jetzt den Blick nach oben richten. Sichtbar wird eine weisse, kleine Blechtüre. Darauf klebt ein oranges Papier.

«Tankrevision ausgeführt am 4. Mai 1995», steht auf dem orangen Plakätchen, «Tank2 stillgelegt» und gleich darunter: «26.11.2015 Tank 1 stillgelegt».

Was zur Hölle ist das?! fragt sich der Schreibende, schaut durch die Lucke und entdeckt zwei graugrün schimernde Metalltanks. Die liegen da. Aufgebockt. Wie zwei U-Boote aus dem kalten Krieg.

Durch die enge Lucke hindurch steigend, balancierend auf den Metall-Leitern, hinunter klettern in diesen Raum. Das Fussabstellen auf der Metallleiter findet einen schaurigen Widerhall in diesem ansonsten kahlen Raum.

Klonk – Klonk – Klonk.

Ansonsten ist es ganz still.

Das kalte Neon-Licht scheint von oben, der Boden und die Wand aus Beton, den Stahlkoloss vor Augen. Nicht ein Stahlkoloss, sondern zwei. Da stehen zwei Riesendinger. Zwei immense Tanks.

Es ist die perfete Film-Kulisse für den nächsten James Bond – Verfolgungsjagd mit Daniel Craig.

So also steht der Schreibende in diesem Raum und staunt. Obwohl er weiss, was es mit diesem Raum auf sich hat und was daraus wird.

Mehr dazu morgen auf Thurvita Today mit dem Titel: «Feines Essen statt Heizöl».


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