«Die Katze lässt das Mausen nicht.»

Mario Aldrovandi ist seit 4 ½ Jahren für die Kommunikation bei Thurvita verantwortlich. Nun hört er auf, geht in die Frühpension. Warum jetzt, wie war das bei Thurvita und wohin geht die Reise? Aldrovandi stellt diese Fragen dem Mario.

Aldrovandi: Das ist ein Interview mit Dir selber. Macht das Sinn?
Mario: Ich hätte mich gerne den Fragen meiner Nachfolgerin gestellt, aber Arianna fängt erst Anfangs August an. Ein Interview mit einem selber ist ja etwas komisch, wenig überraschend, wie wenn man gegen sich selber Schach spielen würde.

Zuerst mal: Warum haust Du ab?

Um das klar zu machen: Ich bin nicht auf der Flucht. Aber ich gehe über die Grenze, nach Südfrankreich und habe vor, den grossen Teil der nächsten Jahre dort zu leben. Gut essen und trinken, Pétanque spielen, Bilder malen, Kanu fahren, Sonne tanken. So in etwa stelle ich mir meine Pensionierung vor. (Anmerkung der Redaktion: «Pétanque» heisst  je nach Land auch «Boccia» oder «Boule» – also im Schatten von Bäumen stehen ein paar Kugeln in der einen und ein Glas in der anderen Hand haben).

Du bist ja eigentlich Journalist. Hörst Du einfach damit auf?
«Die Katze lässt das mausen nicht». Das gilt auch für mich. Ich bin am Aufbau eines Schweizer Online-Portals beteiligt und das hat eben den Vorteil, dass es online machbar ist, also auch wenn ich nicht hier bin.

Es gibt da immer die Frage mit dem weinenden und dem lachenden Auge beim Abschied. Wie ist das bei Dir?
Ich kann gar nicht so viele Augen haben, wie ich Emotionen spüre. Thurvita ist ein sehr spezieller Ort, eine besonders sinnvolle Sache, ein kluges Projekt mit tollen Menschen, die hier arbeiten und hier leben.

Ich merke, Du willst lobhudeln, also mach mal.
Die letzten viereinhalb Jahre gehört zu meiner beruflich schönsten Zeit. Radio 24, RTL, ProSieben oder das Schweizer Fernsehen waren auch speziell, aber Thurvita ist der Ort, den ich jedem Freund oder Freundin als Arbeitsplatz empfehlen würde. Die Leidenschaft von vielen Pflegenden für ihre stationären und ambulanten Kunden, die Zuverlässigkeit des technischen Dienstes, das Engagement im Hauswirtschaftsteam, die feine Küche, das tolle Service-Personal, die lieben Kolleginnen in der Admin – jedes Einzelne ist besonders, zusammen ist es schier unschlagbar. Nicht vergessen will ich die Chefs und Chefinnen, Alard du Bois-Reymond und den Verwaltungsrats-Präsidenten Arthur Gerber. Das sind wirklich ausserordentliche Persönlichkeiten. Dazu kommen viele Begegnungen mit Kunden und Kundinnen in einem Alter, welches ich hoffentlich noch so frisch wie sie erleben werde.

Ok, ok. Schön. Also: Abschiedsinterview und dann tschüss?
Richtig tschüss ist Anfang August, nach der Einführung von Arianna. Ein bisschen Tschüss ist ab 20. Mai. Dann fahre ich in die Camargue und bleibe ein paar Wochen dort. In dieser Zeit werde ich – quasi via Fernsteuerung – die Kommunikationsaufgaben wahrnehmen: Aufräumen, Bilder und Texte sortieren, thurvita.today aktuell halten, Anliegen von Journalisten und anderen Interessierten erfüllen. Ich bin also noch ein paar Wochen unter mario.aldrovandi@thurvita.ch erreichbar. Und ich werde sicher wieder nach Wil kommen.

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