Willkommen bei Thurvita, Christian Kirstein

“Mir ist es ein Anliegen, Menschen und ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und sie zu unterstützen”, Christian Kirstein, Leiter stationäre Pflege ab 01. Juli 2020.

Christian Kirstein übernimmt ab dem 1. Juli 2020 die Leitung der stationären Pflege. Kirstein (57) ist diplomierter Pflegefachmann und Intensivpflegefachmann sowie Betriebswirt im Sozialwesen. Vor seiner Anstellung bei Thurvita war er Bereichsleiter Pflege in der Rehaklinik Dussnang. thurvita.today durfte Christian Kirstein schon einige Fragen stellen:

Zu Beginn eine Frage “aus aktuellem Anlass”: Wie haben Sie die Zeit des Corona-Lockdowns erlebt?
Als eine Zeit des sich selbst und seiner Familie wieder bewusst Werdens.
Als eine Zeit der Verlangsamung und Ruhe aber auch der Sorge um die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen dieser Pandemie.

“Stationäre Pflege” hat viele Facetten. Welche drei Schlüsselbegriffe sehen Sie als “Leitsterne” für die Pflege betagter Menschen – sei es daheim in ihren eigenen vier Wänden, in einer Rehaklinik oder eben in Alters- und Pflegeheimen?
Würde Respekt Selbstbestimmung

Welche Erfahrungen und Überlegungen führen Sie zu diesen Begriffen?
Mein Motto: Der Mensch soll sich, egal in welcher Lebenssituation, ob zu Hause, in der Freizeit, bei der Arbeit, im Spital oder im Heim, wohl, willkommen, selbstbestimmt und sicher fühlen.

Thurvita bietet bereits viele Dienstleistungen für alte Menschen und arbeitet daran, dass die Palette möglichst vollständig wird. Welche Schwerpunkte, Pläne und Projekte wecken Ihre Neugierde besonders?

  • Die Verbindung stationärer und ambulanter Pflege bzw. Betreuung sowie Wohnen im Alter zu Hause.
  • Den Einbezug auch anderer Berufsgruppen zu den professionell Pflegenden für die Betreuung betagter Menschen.
  • Menschen die Möglichkeit zu bieten zu Hause bzw. in der Heimat-Region einen lebenswerten Lebensabend zu verbringen.

Schon seit Ihrer eigenen Ausbildung zum Pflegefachmann bewegen Sie sich im Bereich der Pflege. Welche sind nach Ihrer Ansicht die grössten Veränderungen, die der Pflegeberuf erfahren hat?

  • Die Pflege wurde zunehmend professioneller, selbstbewusster und eigenständiger.
  • Der Beruf der Pflege hat für viele junge Menschen und Menschen mit Familie leider an Attraktivität verloren.
  • Die Pflege wird in vielen Unternehmen der Gesundheitsbranche oft als reiner Kostenfaktor wahrgenommen.

Welche sind Ihres Erachtens in den kommenden Jahren die wichtigsten Herausforderungen im Bereich Pflege?

  • Es gibt weniger Pflegenachwuchs und einen Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal.
  • Durch den demographischen Wandel ist eine zunehmende Anzahl älterer Menschen auf Unterstützung angewiesen.
  • Der Einbezug von IT-Anwendungen, Dokumentationssystemen sowie „intelligenter“ technischer Unterstützung zur Betreuung und Pflege steigt.

Wie denken Sie, dass sich junge Menschen für einen Pflegeberuf motivieren lassen?

  • Klar definierte berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.
  • Flexible Arbeitszeitmodelle vor allem auch für Familien.
  • Umfassende Ausbildungsangebote in Kooperation von Akut- und Langzeitbereich.

Herr Kirstein, hier noch drei “private” Fragen…:

Haben Sie Familie und Kinder?
Ich bin verheiratet und Vater von 5 Kinder im Alter von 19 bis 30 Jahren

Welche kulturellen und gesellschaftlichen Anlässe haben Sie “vor Corona” am liebsten besucht? Welche Möglichkeiten nutzen Sie bereits wieder (z. B. Kino, Restaurant …)?
Wir haben ein Abo für ein kleines Musik-Theater in dem hauptsächlich Jazz gespielt und Kabarett aufgeführt wird. Seit einiger Zeit können wir dies auch wieder regelmässig wahrnehmen.

Welchen Tätigkeiten gehen Sie ausserhalb des Berufs gerne nach?
Ich spiele seit meiner Jugend Flügelhorn/Trompete und seit einiger Zeit mit grosser Begeisterung Büchel und Alphorn. Gerne bin ich mit meiner Familie beim Wandern oder im Garten. Zudem fahre ich einen alten BMW Töff und segle ab und an auf dem Bodensee.

Vielen Dank für das Interview und einen guten Start bei Thurvita!
29.06.2020/ AMa für thurvita.today

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