Schwarze Null bei der Thurvita 2015

In der Wiler-Zeitung vom 3. September wurde folgender Artikel publiziert. Mehrere Politiker kommentierten den Jahresabschluss 2015 der Thurvita AG:

Wiler Zeitung: 3. September 2016, 02:50 Uhr

Schwarze Null für die Thurvita im Jahr 2015

 

WIL. Die Thurvita AG schloss das Geschäftsjahr 2015 mit einem leichten Gewinn von 38 000 Franken ab, wie Dario Sulzer am Donnerstagabend sagte. Dass das Ergebnis nicht eine rote Null war, lag an der Auflösung von stillen Reserven sowie an Einsparungen auf der Ausgabenseite im Personalbereich, wie der Stadtrat ergänzte. Sulzer sprach an der Parlamentssitzung von einem guten Ergebnis angesichts des schwierigen Umfelds.

Kein weiteres Geld

Pascal Stieger (SVP) bezeichnete die Auflösung der stillen Reserven als Kniff und Kosmetik. Es sei erschreckend, wie anfällig ein Grossgebilde wie die Thurvita auf Veränderungen sei. Stieger stellte die Frage, wie die Thurvita angesichts der schlechten Zahlen künftig mit grossen Projekten wie dem Spitex-Stützpunkt-Quartier in Bronschhofen oder dem Haus für Demenz in Rossrüti umgehe. Da die Thurvita bei deren Gründung tief bewertete Liegenschaften erhalten habe, sei die SVP nicht bereit, «noch mehr Geld in die Aktiengesellschaft zu pumpen».

Keine Qualitätseinbusse

Michael Sarbach von den Grünen Prowil forderte in der Hoffnung, dass das schlechte vergangene Jahr einmalig bleibe, dass die Bedingungen und die Qualität für die Bewohnenden und die Mitarbeitenden nicht aus finanziellen Gründen abnehmen dürfe. Hans Moser (CVP) bezeichnete die Abnahme der Belegung von 95 auf 92 Prozent als einschneidend. Die Reaktion der Thurvita sei mit mit geeigneten Massnahmen erfolgt. Die Auflösung der stillen Reserven ist in den Augen von Moser keine Bilanzkosmetik.

Herausforderndes Jahr

Auch Arber Bullakaj (SP) sprach von einem ausserordentlichen Jahr für die Thurvita AG. Die Umsatzeinbusse aufgrund der tieferen Auslastung sei nicht vorhersehbar gewesen. «Jedes Unternehmen reagiert sensibel auf Unvorhergesehenes.» Mit dem Personalstop sei professionell auf die Entwicklung reagiert worden. (ph)

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