Neue Pflege-Leitung: Gespräch mit Matthias Pechmann

«Mir gefällt das sehr gut durchdachte Gesamtkonzept von Thurvita.»

 

Matthias Pechmann, ab 1. Dezember neuer Leiter stationäre Pflege bei Thurvita.

Erzählen Sie bitte ein wenig von sich
Geboren und aufgewachsen bin ich in Thüringen und bin 43 Jahre alt. Nach der Schule absolvierte ich eine Ausbildung zum Töpfer und arbeitete im Betrieb meiner Eltern. Während meines Zivildienstes in einem Spital erkannte ich, dass der Pflegeberuf mich gefangen nahm und machte im Anschluss die Ausbildung zum Pflegefachmann. Seit August 2000 lebe ich mit meiner Lebensgefährtin in der Nähe von Bülach, gemeinsam mit unserer Katze, die in der Nähe von Wil geboren wurde.

Was bewegte Sie dazu, in die Schweiz zu zügeln?
Damals gab es im Gegensatz zu heute mehr Pflegepersonen, als Arbeitsstellen. So kam es zu dem Entschluss in die Schweiz zu gehen. Hier fand ich die Anerkennung von gut ausgebildeten Pflegepersonal und die Möglichkeit mich weiterzubilden.

Ihr beruflicher Weg in der Schweiz?
Mein beruflicher Weg begann in Bülach, anschliessend arbeitete ich in der Uniklinik Balgrist in Zürich. Von Ende 2006 an war ich im Spital Schwyz als Stationsleiter und Mitglied im Bereichsleitungsausschuss tätig und absolvierte an der Fachhochschule St. Gallen den Master in “Health Service Management”. Von Ende 2013 bis Mai 2017 arbeitete ich als Bereichsleiter Pflege im Spital Einsiedeln. In beiden Häusern war ich Mitglied der Geschäftsleitung.

In Einsiedeln hörten Sie im Mai auf und nahmen ein „Sabbatical“, also eine „Auszeit“. Warum?
Nach all den Jahren war mir eine Pause wichtig, die ich sinnvoll nutzen wollte. Ich wollte schon immer meine Englischkenntnisse verbessern. Dafür war ich eine Weile in Edinburgh, in Schottland und lernte Menschen aus allen Teilen der Welt kennen. Zudem war mir danach, meiner alten Leidenschaft als gelernter Töpfer nachzugehen und etwas Neues auszuprobieren. So arbeitete ich einige Wochen in der elterlichen Werkstatt und entwickelte ein Tassen-Programm, mit einer von mir selbst entworfenen Glasur. Die Stücke werden durch meine Eltern verkauft.

Welche Erinnerungen haben Sie an die zehn Jahre Arbeit in Schwyz und Einsiedeln?
Das war eine sehr prägende Zeit in Bezug auf das fachliche Know-How, die Spitalorganisationen und die menschliche Ebene. Ich konnte in verschiedene Funktionen hineinwachsen und durfte wertvolle Erfahrungen sammeln. Beide Häuser wurden baulich erweitert und ich war in den Bauausschüssen involviert. Dort konnte ich als “Bau-Laie” die Vorschläge und Bedürfnisse der Pflegenden einbringen und lernte gleichzeitig viel dazu. Des weiteren sind Schwyz und Einsiedeln sehr bodenständige Regionen. Das spürte und bemerkte ich bei den Patienten und den Mitarbeitenden. In dieser Beziehung ist das vermutlich vergleichbar mit Wil.

Was gefällt Ihnen an Thurvita?
Das sehr gut durchdachte Gesamtkonzept. Die Menschen werden nicht alleine gelassen und es deckt viele Bereiche ab: Leben und Wohnen im Alter, Spitex, das Thema Demenz und verschiedene Krankheitsbilder. Besonders interessant finde ich Thurvita Care, weil ich noch nie von einem vergleichbaren Projekt gehört habe, zum Beispiel dass in einem Alterszentrum eine Reha integriert ist. Das ist mir neu, ein Konzept, das sich zukunftsorientiert positioniert.
Ich habe den Eindruck, dass Thurvita ein sehr innovativer Betrieb ist. Das erkennt man auch an der Webseite Thurvita.ch, welche die breite Wirkungspalette und die Neuerungen gut aufzeigt. Dann gefällt mir thurvita.today. Ein vergleichbares Medium für Mitarbeitende habe ich in diesem Umfang noch nie erlebt. In bester Erinnerung habe ich auch das Bewerbungsverfahren. Das hat alles hervorragend funktioniert. Aus meiner Sicht waren es sehr offene und ehrliche Gespräche.

Sie waren vor allem im Spitalumfeld tätig. Können Sie uns die Unterschiede zu Thurvita nennen?
Spitäler sind vor allem im Akutbereich tätig. Das heisst, die Leute treten ins Spital ein und verlassen dieses auch bald wieder. Hier kümmert man sich dagegen längerfristig um die Menschen. So schaut man bei Thurvita Care, welches die beste Lösung für Patienten ist, die das Spital verlassen haben und eine ausgefeilte Therapie benötigen. Diese Menschen zu therapieren und zu begleiten, damit sie den Alltag bewältigen können, überzeugt mich. Ich weiss auch, dass dies vielleicht nicht immer möglich ist, daher sind die von Thurvita angebotenen Lösungen, um den Betagten eine Perspektive zu geben und die Lebensqualität zu erhalten, eine gute Alternative.

Welche Erfahrungen können Sie beisteuern?
Sicher mein breites Fachwissen aus dem Akutspital und der Akutgeriatrie. Ich kenne die verschiedenen Krankheitsbilder, die bei Thurvita Care eine Rolle spielen, wie zum Beispiel bei Schlaganfall-Patienten oder im Bereich der Knochenbrüche. Vielfältige Erfahrungen habe ich zudem mit speziellen Verbandtechniken, wie beispielsweise Vakuum-Verbänden. Mit diesem Wissen möchte ich Thurvita voranbringen. Zudem werde ich meine Fachkenntnisse im Bereich Langzeitpflege einsetzen und erweitern können.

Werden Sie in Wil wohnen?
Im Moment wohne ich in Hochfelden, einem hübschen kleinen Dorf in der Nähe von Bülach. Mein Arbeitsweg beträgt etwa 45 Minuten. Eine gute Zeit, um sich gedanklich auf den Tag vorzubereiten.

Was wissen Sie über Wil und Umgebung?
Leider noch nicht sehr viel. Da gibt es sicher noch einiges zu entdecken.

Am 1. Dezember treten Sie Ihre Stelle an: Eins, zwei, drei los …?
Ich hoffe, dass ich es nicht verschlafe. Nein, im Ernst: Ich fiebere dem Start schon entgegen. Da ist eine grosse Vorfreude, fast wie auf Weihnachten. Ich bin wirklich gespannt, was alles auf mich zukommt.

Haben Sie einen Vorsatz, ein Motto, einen Leitsatz?
Ich bin ein optimistischer Mensch, der gerne im Team arbeitet. Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung sind für mich die Grundlage einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Dies sind wichtige Bausteine, um lösungsorientiert und zukunftsorientiert neue Projekte anzugehen.

(Gespräch: Mario Aldrovandi)


Weitere Informationen:

Medienmitteilung: http://www.thurvita.today/wechsel-in-der-pflege-von-thurvita/
Interview Ernst Grau, bisheriger Leiter der Pflege bei Thurvita: http://www.thurvita.today/neue-pflege-leitung-gespraech-mit-ernst-grau/
Interview Alard du Bois-Reymond, CEO der Thurvita AG: http://www.thurvita.today/neue-pflege-leitung-gespraech-mit-alard-du-bois-reymond/

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