Raum des Horrors geöffnet

In der Fürstenau startet am Montag für die ganze Thurvita der Wettbewerb: «Raum des Horrors». Alle Mitarbeitenden wurden mit der Lohnabrechnung schriftlich und von den Teamleitungen mündlich darüber informiert. Thurvita.today wollte von Katja Walt wissen, was die Idee dahinter ist.

Wer den Raum des Horrors zum ersten Mal betritt, erschrickt: Weil alles so normal aussieht. Da sitzt eine Person – «Reto » – und alles sieht aus, wie in einem gewöhnlichen Zimmer einer Bewohnenden.

Der Raum des Horrors ist ein Patientenzimmer voller Risiken und Fehler. Sinn und Zweck: Sensibilisierung zum Thema: «Wo lauern im Alltag Gefahren für Patienten, aber auch für Mitarbeitende.»

Zehn Fehler wie im richtigen Leben

Zehn Fehler wurden eingebaut, verrät Katja Walt. Sie hatte als neue Qualitätsmanagerin die Idee für diesen Wettbewerb. Was genau man finden soll, sagt sie natürlich nicht, nur so viel: «Einige Fehler sind offensichtlich, andere versteckt; wie im richtigen Leben.» Allen Fehlern ist gemeinsam, dass sie im ersten Moment nicht gross erscheinen, aber schwerwiegende Konsequenzen haben können.

Brauchte Katja viel Phantasie für den Einbau der Tücken? «Nein, denn ich komme ja aus der Praxis und habe schon ein paar Jahre Erfahrung. Man muss sich nur erinnern, an was man sich schon verletzt hat oder was den Bewohnenden schon passiert ist und dann kommen einem die Sachen schnell in den Sinn.»

Am Wettbewerb teilnehmen können nicht nur Kollegen und Kolleginnen vom Pflegefach ambulant und stationär, sondern auch aus der Reinigung, Administration, Infostelle, dem technischer Dienst oder der Hotellerie. Katja: «Alle sollen sensibilisiert werden, genauer hinzuschauen. Sie werden einige Aha-Effekte erleben.»

Attraktive Preise – hohe Gewinnquote

Katja erhofft sich, dass mindestens ein Fünftel der Mitarbeitenden teilnehmen, natürlich je mehr desto besser. Alles was es braucht dafür ist eine Viertelstunde Aufwand, die von Thurvita als Arbeitszeit angerechnet wird.  Ein Fünftel des gesamten Personals wären etwa 70 Personen. Zu gewinnen gibt es 300.- Franken für den ersten Platz, 200.- Franken für den zweiten Platz, 100.- Franken für den dritten Platz. In Bar. Katja witzelt: «Die Gewinnquote beträgt also bei 70 Teilnehmern 70:3. Das ist mehr als bei jedem Lotto, Toto- oder Los-Wettbewerb.»

CIRS wird in Erinnerung gerufen

Was locker und spielerisch daherkommt, hat einen seriösen Hintergrund. Mit dem Wettbewerb soll an CIRS – das vor einem Jahr eingeführten Fehler-Managementsystem – erinnert werden. CIRS ist ein wichtiges Instrument für einen sicheren Alltag von Bewohnende und Mitarbeitenden. Mit dem «Raum des Horrors» wird CIRS wiederbelebt.

Übrigens: Spicken ist nicht erwünscht – auch wenn mehrere Teilnehmer im Raum sind.

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1 Kommentar

  1. Bernadette Frankiny

    Danke finde es eine supper Sache und nicht sebverständlich das man sich diese mühen macht und noch bezahlt wird beim mitmachen . Liebe Kollegen und Kolleginnen besucht den Raum des Horors Katja wird sich freuen und wir machen eine neue Erfahrung toi toi toi

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