Happy Weeks und die Liebe zu Hunden und Kindern

Cornelia Büchel, Aktivierungsfachfrau hat gut beobachtet und das in eine Happy Weeks Aktion umgesetzt. Cornelia erzählt:

«Am Ausflug an die Rosenschau Bischofszell habe ich Herrn I. kennengelernt und dabei beobachtet, wie er jeden Hund streicheln wollte. So kam ich auf die Idee, für ihn eine Begegnung mit Hunden zu ermöglichen.

Thurvita hat einen Therapiehund, der regelmässig in die Fürstenau kommt. Dies schien mir eine Möglichkeit zu sein, denn ich selbst habe ziemlich Angst/Respekt vor Hunden. Zuerst ging ich ins PZ Fürstenau und schaute mir Hund und Begleiterin an. Frau Hofstetter fand die Idee unterstützenswert und bot an, extra für Herr I. einen Termin zu reservieren. Sie bot an, gleich zwei Hunde mitzunehmen, einen älteren Rüden und ein ganz junges, hübsches Weibchen, das erst ausgebildet wird.

Am vereinbarten Tag holte ich Herr I. in seinem Zimmer ab und begleitete ihn zum Eingang Sonnenhof. Er wusste, dass eine Überraschung geplant war, aber nicht was. Als er die beiden Hunde sah, rief er laut und spontan: «Oh, Hünd, ich han so gärn Hünd! Ich könnte so viele Geschichten erzählen von Hunden» und die Begleiterin sagte: «Und diese beiden Hunde und ich sind heute extra nur für sie da». Er liess ein freudiges: „Jowa!“ ertönen – und ich wusste: «Wow, die Aktion gelingt!»

Wir gingen dann in den Garten-Pavillon. Herr I. liess die Hunde keine Minute los, streichelte und streichelte und streichelte sie und erzählte viel, was er alles erlebt hatte mit Hunden. Dabei erfuhr ich, dass er als Kind und in seiner eigenen Familie keine Hunde hatte, dass er sich aber schon sehr früh vorzustellen begann, wie er mit Hunden umgehen würde. Er probierte dann auf der Strasse bei Begegnungen mit Hunden aus und erlebte viele spezielle, aber nie negative Reaktionen. Herr I. hörte aber auch sehr interessiert zu, was die Begleiterin alles über die Ausbildung von Therapiehunden und Personensuchhunden sagte.

Nach dreiviertel Stunden musste die Frau mit den Hunden weiter. Ich fragte ihn dann, ob er noch einen Wunsch habe, den wir noch gemeinsam ausführen könnten. Er wünschte sich einen Spaziergang um den Weiher, im Rollstuhl, weil er selbst da nicht mehr hinkomme. «Ich würde gerne an den Weiher gehen und Kinder sehen.». Es war erstaunlich, wie viele spontane Begegnungen es gab. Es gab sehr offene und wunderfitzige Kinder. Eines fragte: «Was hast denn Du, dass Du nicht laufen kannst?» Wenn Herr I. die Hände der Kinder berührten durfte, dann freute ihn das besonders. Ebenfalls am Weiher gab es eine Begegnung mit einem Strassenmusiker und dabei stellte sich heraus, dass dieser Musiker ein guter Sportkollege von Herrn I.s Sohn war.

Und das Finale gabs dann bei der Rückkehr in den Sonnenhof.  Wir trafen zufällig eine Mitarbeiterin mit einem Baby. Und wieder berührte Herr I. die kleinen Hände und die feine Haut und plauderte mit dem kleinen Mädchen. Und dann sagte er einen Spruch, der mir geblieben ist und mein Herz berührt hat: « Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.»

Das war dann ein wunderschöner Abschluss dieses Nachmittags, wie ich meinte.

Doch Herr I. hatte andere Pläne. Er wollte mich im Restaurant Chez grand maman noch auf ein Getränk einladen. Dabei philosophierten wir über Gott, die Menschen und die Welt. Herr I. bedankte sich herzlich für den wunderschönen Nachmittag.»

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1 Kommentar

  1. Bernadette

    bei solchen Bildern geht einem das Herz auf danke das du einem BW diesen glücksmoment geschenkt hast alles liebe für dich

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