Happy Weeks: Bierchen bei der Idaburg

Marie Tomanek vom Team 4 Sonnenhof berichtet im Gespräch mit Thurvita Today von ihrer Happy Weeks Aktion, die trotz unerwarteter Wendung doch noch gelungen ist.

Was war Deine Happy Weeks Aktion?
Ich war für Herrn G zuständig. Er lebt hier im Sonnenhof und seine Frau war zu diesem Zeitpunkt in der Fürstenau. Sein grösster Wunsch war, dass er seine Frau in der Fürstenau besuchen konnte. Sie war dort in der Reha und er vermisste sie sehr. Aber bevor ich mit ihm starten konnte, war seine Frau schon wieder zurück hier im Sonnenhof, denn die beiden haben hier eine gemeinsame Wohnung.

Ups. Und dann?
Ja, dann musste ich umstellen. Weil Herr G. nicht so kommunikativ ist, war es nicht einfach rauszufinden, was er wollte. Schliesslich verriet mir seine Frau, dass er gerne auf die Idaburg möchte. So haben wir dann zu dritt diesen Ausflug gemacht, also er, seine Frau und ich. Für die Beiden ist es typisch, dass sie immer alles zusammen machen. Sie sind wirklich ein Team und schon unendlich lang verheiratet.

 

Was ist das Besondere an der Idaburg?
Das ist ein Pilgerort, da geht es um die heilige Ida. Die beiden waren früher seht oft da. Ich habe gestaunt, wie viele Leute an diesem Ort sind.

 

Erzähl mehr von dieser Aktion.
Ich habe die Beiden in ihrem Zimmer abgeholt und wir sind mit meinem Auto losgefahren. Obwohl mein Auto nicht so gross ist, hatte es Platz für seinen Rollator. Frau G braucht das nicht, sie ist etwas besser zu Fuss unterwegs. In der Idaburg haben wir gebetet und später noch etwas getrunken. Herr G. genoss ein Bierchen.

 

 

Was blieb Dir besonders in Erinnerung?
Ihre Freude, ihre Dankbarkeit. Sie haben sich sehr gefreut, gestrahlt und immer wieder Danke gesagt.

 

Kanntest Du Herrn G vorher schon?
Nein, ich war auch nicht seine Bezugsperson. Er wurde mir zugeteilt, denn da war ja eines Tages dieses Schreiben zusammen mit der Lohnabrechnung, in dem alles über die Happy Weeks Aktion drinstand.

 

Wie bist Du auf ihn zugegangen?
Das war ganz einfach. Ich ging direkt auf ihn zu und sagte ihm, dass ich ihm einen Herzenswunsch erfüllen darf und was er am liebsten hätte.

 

Wie lange dauerte Deine Aktion?
Alles in allem zwei Stunden. Das fand in meiner Freizeit statt.

 

Reut es Dich, dass Du dafür von Deiner Freizeit hergegeben hast?
Nein, ganz sicher nicht. Einen solchen Ausflug könnte ich ja nicht in der Arbeitszeit machen, dafür haben wir zu wenig Zeit. Weil ich es in meiner Freizeit machte, konnte ich alles in aller Ruhe angehen. Das hat gepasst.

 

Wie reagierten Herrn und Frau G. nach dem Ausflug?
Das ist nun schon ein paar Wochen her und ich sah sie seither schon ein paar Mal. Das war immer nett. Aber sie haben mich nicht mehr auf diesen Ausflug angesprochen.

 

Machst Du wieder mal etwas mit Ihnen?
Der Ausflug war gut, aber eine Fortsetzung ist nicht geplant.

 

Die Idee «Happy Weeks» kam von der Geschäftsleitung. Was hältst Du davon?
Dass man sich mit den Bewohnern auseinandersetzt finde ich nicht schlecht. Bei Herrn G. musste ich sowieso mehr als einmal vorbeigehen, weil er nicht sehr gesprächig war. Andere Altersheime machen etwas an Weihnachten und wir halt unter dem Jahr. Das finde ich schon gut.

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