Frau Kommunikation macht Seitenwechsel. Nr. 3: Spitex

Das Spital auf Rädern. Oder besser: das “Privatspital” in den eigenen vier Wänden. Was nach lockeren Slogans klingt, leistet die Thurvita Spitex tagtäglich – und auch nachts. Hochprofessionell organisiert und persönlich im Umgang mit den Kunden. Arianna Maineri, Verantwortliche für Kommunikation bei Thurvita, durfte einen Morgen lang “Spitex-Luft schnuppern”.

Ohne ein Fahrzeug – ob Auto oder Velo – geht’s nicht! Silvia Hämmerli, Pflegehelferin SRK, nahm Arianna Maineri mit auf Spitex-Tour.

24.09.19, 7.00 Uhr
Die Nachtwache hat Feierabend. Aber im Stützpunkt der Thurvita-Spitex an der Glärnischstrasse wimmelt es: Pflegefachfrauen, Fachfrauen Gesundheit, Pflegehelferinnen (Männer sind hier in der weiblichen Form mitgemeint!) machen sich bereit für ihre Einsätze. Das Tablet gibt Auskunft über die bevorstehende Tour sowie über Besonderheiten der vergangenen Tage. Arianna Maineri, zuständig für die Kommunikation bei Thurvita, darf
heute Silvia Hämmerli begleiten. Sie kurvt schon seit zwölf Jahren als Pflegehelferin SRK für die Spitex durch Wil.

7.30 Uhr
Die Spitex-Frauen schwärmen aus. Hämmerli und Maineri besuchen zuerst einen Mann, der Unterstützung beim Anziehen der Stützstrümpfe benötigt. Gleich nebenan ist dies auch das Bedürfnis einer älteren Dame, die zuvor aber noch duscht. Nun ist sie bereit für ihre gewohnte Taxifahrt ins Zentrum, wo sie ihren Kaffee geniesst. Für die Spitex ist der Einsatz beendet – nachdem die Dauer und die erbrachten Leistungen elektronisch notiert sind. Auf geht’s zum Auto und zum nächsten Kunden.

8.15 Uhr
Drei Minuten Fahrt. Soviel sieht der Einsatzplan fix für jeden Ortswechsel von Kundin zu Kundin vor. Das Tablet registriert auch diese Zeit.

8.18 Uhr
Nicht gut. So fühlt sich der nächste Kunde. Er sitzt sichtlich geschwächt und bleich auf dem Sofa. Blutdruck und Puls sind im Keller. Die Spitex-Frau ist alarmiert, sie hält Rücksprache mit der diplomierten Pflegefachfrau im Stützpunkt. Den Anruf an den Hausarzt übernimmt die Ehefrau. Sie kennt die Situation am besten. Erfahrungsgemäss erholt sich ihr Mann nach kurzer Zeit. Dann sollte er duschen. Hämmerli bietet an, später nochmals vorbei zu kommen. Sofern sich der Mann dann wieder besser fühlt. Dafür zieht die Spitex-Frau ihre Pause sowie einen anderen Einsatz vor.

Die Angehörigen sind eine sehr wichtige Säule für die Spitex!

Theres Gerber, Leiterin Ambulante Dienste bei Thurvita

9.15 Uhr
Nach der Pause warten Einsätze im Bereich Hauswirtschaft. Die Ausstattung ist in jeder Privatwohnung individuell – für die Spitex kein Problem. Reinigen, Bügeln, Wäsche abholen und abliefern, sowie – falls erwünscht – versorgen. Doch es geht nicht “nur” darum. Denn für die Kunden ist es gleichzeitig die Gelegenheit für einen kurzen Schwatz. Zum Beispiel über die Eigenschaften bestimmter Hunderassen. Oder über den zunehmenden Verkehr im Quartier. Durch die Spitex bleibt ein Kontakt “nach aussen” möglich.

11.00 Uhr
“Es geht ihm besser. Jetzt möchte er gerne duschen”, vernimmt Hämmerli am Telefon – und ist erleichtert. Sie macht sich nochmals auf den Weg zum Kunden.

11.10 Uhr
Derweil gewährt Marina Bruggmann der Besucherin einen Einblick in die Besonderheiten der Einsatzplanung. Sie ist das sprichwörtliche “A und O” damit die richtigen Fachleute zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. 400 Kunden zählt die Thurvita-Spitex. Jeder mit seinen persönlichen Bedürfnissen. Die Koordination muss bis in die Details zuverlässig klappen – eine tägliche Herausforderung.

12.00 Uhr
Die Besucherin hat im Seitenwechsel bei der Thurvita-Spitex einiges gesehen und erfahren. Im Einsatz für die Kunden gibt es laufend wechselnde Situationen. Entsprechend müssen die (mehrheitlich) Frauen im Dienst handeln, allenfalls die Massnahmen anpassen. Es braucht einen klaren Kopf, fundiertes Fachwissen, ein Sensorium für das Ergehen der Menschen und Mut zu Verantwortung.

Sie waren einen Morgen lang zusammen auf Achse: Arianna Maineri und Silvia Hämmerli.

Seitenwechsel von “Frau Kommunikation”, Arianna Maineri:
Nr. 1: Hauswirtschaft, 11.09.2019
Nr. 2: Pflege, 18.09.2019

24.09.2019, AMa

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