Erfolg und Abschied

(Medienmitteilung nach der Thurvita-GV vom 29. April 2015)

Zwei Jahre nach Beginn des Fusionsprozesses kommt der Zusammenschluss von vier Institutionen der Alterspflege im Raum Wil zur Thurvita AG planmässig voran. Mit einem Umsatz von 27.8 Millionen Franken schliesst das Geschäftsjahr 2014 mit einer nahezu ausgeglichenen Rechnung ab. Der Verlust beträgt 89‘000.- Franken. Sämtliche Kosten der Fusion und die Investitionen in die Zukunftsstrategie konnten mit der laufenden Rechnung aufgefangen werden.

Um 8% gestiegen sind die geleisteten Spitex-Pflegestunden. Diese markante Steigerung entspricht der Strategie der Thurvita AG, welche das Leben in der gewohnten Umgebung bis ins hohe Alter ermöglichen will. Der Ausbau der ambulanten Leistungen wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

Um 2% gesunken sind die Einnahmen bei der stationären Pflege. Hauptgrund dafür war eine relativ starke Fluktuation der Bewohnenden. Als Folge davon konnten die vorhandenen Betten nicht jederzeit optimal ausgelastet werden und sanken die verrechenbaren Pflegeleistungen.

Auf der Aufwandseite blieben die Lohnkosten stabil. Die Anzahl der Beschäftigten stieg zwar von 373 auf 382 Personen, womit Thurvita einer der grossen Arbeitgeber in der Region Wil ist. Weil gleichzeitig die Sanierungsbeträge für die berufliche Vorsorge wegfielen, sank der Betrag für Sozialleistungen und damit insgesamt der Personalaufwand.

Finanzierungsseitig konnten die Bankschulden markant reduziert werden. Der Eigenkapitalanteil stieg von 52.2 auf 54.2 %.

Die Generalversammlung der Thurvita AG hat die Jahresrechnung 2014 einstimmig gutgeheissen, dem Verwaltungsrat Décharge erteilt sowie der Geschäftsleitung und den Mitarbeitenden zu diesem erfolgreichen Jahr gratuliert.

Neben dem erfreulichen Finanzergebnis hat die Generalversammlung von den vielen positiven Veränderungen und Fortschritten Kenntnis genommen, welche Thurvita im 2014 geprägt haben. Dazu gehören die wachsende Bedeutung der «Infostelle» als zentraler Ort für alle Fragen der Altersbetreuung: Gegen 650 Beratungen wurden in diesem Jahr geleistet. Ebenfalls in die Zukunft weisen die Pilotprojekte für die Kombination von ambulanten und stationären Diensten im «Sonnenhof» und die neue dezentralisierte Spitex rund um den «Flurhof». Alle diese Bestre-bungen weisen in eine Zukunft, in der Thurvita zum umfassenden Anbieter von Leistungen für betagte und pflegebedürftige Menschen wird. Im Projekt «Älter werden im Quartier», mit der beabsichtigten Realisierung eines Quartierstützpunktes in Bronschhofen, konnten die ersten Schritte in diesem Jahr getan werden. VR-Präsident Arthur Gerber fasste die Thurvita-Vision so zusammen: «Niemand muss in ein Alters- oder Pflegeheim, wenn er nicht will. Wir setzen alles daran, dass in dieser Stadt und Ihrer Umgebung ein Leben in den eigenen vier Wänden möglich ist, auch bei hohem Pflegeaufwand.»

Wie im Vorfeld bekannt, hat Babara Gysi, Vizepräsidentin der Thurvita, ihren Rücktritt aus dem Verwaltungsrat erklärt. Als «Frau der ersten Stunde» hat sie einen wichtigen Beitrag für ein stabiles Fundament und eine erfolgreiche Zukunft geleistet. Barbara Gysi stellte bereits als Leite-rin der «Arbeitsgruppe für Altersfragen» und als Wiler Stadträtin die Weichen für die Thurvita. Seit Bestehen der Thurvita stellte Frau Gysi ihr breites Wissen mit viel Sachkenntnis und Herzblut zur Verfügung. Für ihr grosses Engagement bedankte sich der Verwaltungsrat herzlich bei der Nationalrätin. Die Nachfolge wird durch den Stadtrat vorbereitet.

Die bisherigen Verwaltungsräte und der Präsident des Verwaltungsrates wurden von der Generalversammlung einstimmig für eine weitere Amtsdauer von zwei Jahren bestätigt.

gysi

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