«Weiterbildung für Alle!»

Thurvita hat in den letzten Wochen das Weiterbildungskonzept fertiggestellt und im internen Dok-System SCODI veröffentlicht. Was Thurvita anbietet, ist vorbildlich für die Branche. Heinz Mairhofer, Co-Leiter der Aus- und Weiterbildung, erklärt was dieses Konzept auszeichnet.

 Was sind die wichtigsten Punkte beim Weiterbildungskonzept?
Jeder hat ein Recht auf Weiterbildung! Das ist das allerwichtigste. So klar war das bisher nicht festgelegt. Neu ist ausserdem, dass die genauen Wege und Prozesse dafür definiert sind und dass alle Mitarbeitenden nun wissen, wo sie nachschauen können.

Was ist neu gegenüber den bisherigen Regeln?
Es ist nun klar festgehalten: Wer, Was, Wann, Wie und Wo? Präzisiert wurde auch, wie wir die besten Formen von Weiterbildung für Thurvita herausfiltern und wie wir unsere Angebote laufend qualitativ überprüfen können. Wir wollen wissen, ob die Dozenten und die Kursinhalte gut sind. Interne Weitbildungen werden nach Möglichkeit durch die Bildung hospitiert, die Kursunterlagen sowie die Dozenten werden geprüft. Das wurde bisher wenig bis gar nicht gemacht.

Wie viele der 370 Thurvita Mitarbeitenden nehmen Weiterbildungen in Anspruch?
Man muss unterscheiden zwischen allgemeiner und individueller Weiterbildung. Bei der Einzelförderung sind es aktuell cirka zehn Personen pro Jahr. Das könnte mehr sein und wir werden sicher noch weitere Personen in die Förderung einbeziehen. Aber dazu braucht es auch immer Interesse und Motivation von den Betroffenen, also von den Kolleginnen und Kollegen, die sich weiterbilden lassen wollen, aber auch von ihren Chefs.

Und bei der allgemeinen Weiterbildung?
Bei den Inhouse-Schulungen ist jedes Jahr immer etwa ein Drittel der Belegschaft involviert. Dazu gehören der Einführungstag, Brandschutz- oder Hygiene-Schulungen, Palliativ-Weiterbildungen für Alle oder Weiterbildungstage für Teamleiter. Neu wird es Reanimationsschulungen geben.

Wie hoch ist das Budget?
Das Aus- und Weiterbildungsbudget beträgt pro Jahr 200‘000 Franken. Nicht eingerechnet sind in diesem Betrag die Lohnkosten. Das Budget ist beachtlich gross für unsere Branche. Und vielleicht wächst es weiter, wenn sich mehr Kolleginnen für die Weiterbildung interessieren.

Wie erfahre ich als Mitarbeiter, was es an Schulungen gibt?
Zuerst ist das persönliche Interesse wichtig: Was interessiert mich selber und wo kann ich mich Informieren? Solche Fragen sollten sich jeder und jede stellen. Unsere eigenen aktuellen Angebote sind im internen Dokumentationssystem SCODI ausgeschrieben.

Gibt es Minimalbedingungen, die ich erfüllen muss?
Es muss mit der Teamleitung abgesprochen sein, es muss zum Aufgabengebiet passen und dem Betrieb etwas bringen. Nur Lust und Laune genügt nicht. Aber klar ist: Wir sind interessiert, dass sich unsere Mitarbeitenden weiterbilden, ihre Kompetenzen stärken und so besser werden.

Für einen Weiterbildungs-Deal braucht es zwei. Was muss jede Seite bringen?
Wir schauen das individuell an. Wir fragen: Was bringt ein Kurs, was kostet er und wie sieht die Beteiligung von Thurvita in finanzieller oder zeitlicher Hinsicht aus. In manchen Fällen verlangen wir eine Verpflichtung der Mitarbeitenden nach Beendigung der Weiterbildung. Es sind auch Mischformen möglich. Zum Beispiel kann jemand sagen: Ich übernehme die Kurskosten und Thurvita übernimmt im Gegenzug dafür die Kosten für die Arbeitszeit für die Kursbesuche oder die Prüfungsvorbereitung.

Ich sage „Ich möchte spanisch lernen, weil viele unsere Kunden spanisch reden“. Reicht das?
Ganz offen gesagt: Das reicht vermutlich nicht ganz. In den meisten anderen Fällen kann man aber mit unserer Unterstützung rechnen. Wer heute schon weiss, was er nächstes Jahr will, meldet sich am besten schon heute.

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