«Die Erfolge motivieren»

Im Herbst wird die Personalkommission – kurz PEKO – gewählt. Zur Wiederwahl stellen sich drei der Bisherigen. Das Personal soll jedoch neu von fünf Mitgliedern vertreten sein. Was genau sind die Aufgaben der PEKO, welche Erfolge erreichte sie und wie gross ist der Aufwand für die Mitglieder? Diese Fragen stellte Thurvita.today der Präsidentin der PEKO, Susanne Hegglin.

 

Du bist Präsidentin der Personalkommission. Wie hast Du heute gemerkt, dass Du das bist?
Im Alltag merke ich das kaum. Die grösste Änderung ist, dass ich ab und zu vor Leute hin stehen muss. Das geschieht zum Beispiel bei einem Infoabend für Mitarbeitende oder vor dem Verwaltungsrat. Das ist notwendig, aber wirklich gerne mache ich das nicht.

Wie erklärst Du einer Kollegin, was eine PEKO macht?
Die PEKO setzt sich für die Anliegen der Mitarbeiter bei der Geschäftsleitung ein. Ich erkläre es anhand von Beispielen oder von Erfolgen, die wir erreicht haben.

Du bist seit drei Jahren in der PEKO. Was ist der grösste Erfolg?
Das ist sicher die fünfte Ferienwoche, die heute für alle gilt.

Was war Euer Beitrag dazu?
Wir hatten die Idee, dass man die täglichen Pausen von 30 auf 20 Minuten kürzt und dass die damit gewonnene Zeit Ferien ergibt. Diesen Vorschlag hat die Geschäftsleitung angenommen und seither haben alle fünf Wochen Ferien.

Ein anderer Erfolg?
Früher mussten wir Spitex Frauen bei einem Schaden am Auto einen Selbstbehalt von 300 Franken übernehmen. Die Spitex-Mitarbeiterinnen fanden das nicht gerecht, denn wir brauchen das Auto ja zum Arbeiten und niemand macht etwas mit Absicht kaputt. Wir von der PEKO mussten einen Antrag an den Verwaltungsrat stellen und haben dann erreicht, dass der Selbstbehalt wegfällt und zwar für alle Mitarbeitenden, nicht nur für die Spitex.

Hast Du noch ein drittes Beispiel?
Das aktuellste sind die Probleme, die es in einem der Thurvita Häuser zwischen dem Personal und der Leitung gab. Da kamen Mitarbeitende auf die PEKO zu und wir haben uns das angehört. Danach besprachen wird es mit der Geschäftsleitung. Die nahm das sehr ernst und hat die Situation zum Guten verändert.

Gab es auf diese drei positiven Beispiele positive Reaktionen der Kolleginnen und Kollegen?
Nein, leider nicht. Ich hätte mir da Rückmeldungen gewünscht.

Bist Du sicher, dass die Mitarbeitenden wissen, was Ihr von der PEKO leistet?
Man kann es wissen, aber es wird zu wenig wahrgenommen.

Woran liegt das?
Es ist immer noch zu wenig bekannt, wofür wir da sind und was wir tun.

Vieles besprecht Ihr ja mit der Geschäftsleitung. Wie funktioniert das?
Wir haben üblicherweise drei bis vier Treffen pro Jahr, wenn etwas aktuell ist, auch mal mehr. Im Moment haben wir viele Termine, wegen den anstehenden Wahlen und wegen dem Projekt Kinderhort.

Wie ist das Verhältnis zwischen PEKO und Geschäftsleitung?
Ich finde es sehr respektvoll. Wir können alles vorbringen. Es ist ein schönes zusammenarbeiten.

Im Herbst wird die neue PEKO gewählt. Wer von den Bisherigen tritt wieder an?
Luca Martorana, Margrith Wolfensperger und ich.

Diese drei sind aber zu wenig?
Ja. Wir wollen zwei Sachen ändern: Die PEKO soll neu fünf Mitglieder haben und diese sollen nicht mehr auf die Häuser verteilt sein, sondern nach Einsatzgebieten. Also am besten zwei Personen aus der stationäre Pflege, eine aus der Spitex, und noch zwei aus Hotellerie, Technischer Dienst und Administration.

Kann jeder und jede kandidieren?
Ja. Wichtig ist, dass man motiviert und ein bisschen flexibel ist, denn manchmal müssen wir rasch Probleme lösen.

Gibt Thurvita Zeit für diese Arbeit oder muss das in der Freizeit getan werden?
Das ist Arbeitszeit, die wir zugute haben.

Im September ist die Wahl. Was tust Du bis dann?
Ich will noch ein paar Leute motivieren, denn es soll ja eine echte Wahl geben.

Ist es schwierig, Leute dafür zu begeistern?
Toll ist, dass sich bereits Kandidaten und Kandidatinnen gemeldet haben, die bereit sind, sich einzusetzen. Doch es sind noch nicht sehr viele. Leider ziehen es andere vor, zu schimpfen und die Faust im Sack zu machen. Es wäre schön, wenn die mitarbeiten würden.

Wie ist denn Deine persönliche Bilanz? Hat es sich für Dich gelohnt oder war es viel Arbeit und wenig Freude?
Ich mache es gerne. Es ist spannend und lehrreich. Schön ist vor allem auch, wenn man wieder etwas erreicht hat. Diese Erfolge der PEKO  motivieren.

Interview: Mario Aldrovandi

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3 Kommentare

  1. Daniela Battaglia

    Liebe Susanne

    Du hast recht, dass Ihr zu wenig Anerkennung bekommt für das, was Ihr leistet und für uns alle erreicht habt. Darum auf diesem Weg….Vielen Dank!

    Antworten
  2. Yvonne Buda

    Liebe Susanne

    Ich schliesse mich Daniela`s Antwort an und bedanke mich hiermit von ganzem Herzen bei euch.

    Vielen Dank!!!

    Antworten
  3. Rita Dönni

    Liebi Susanne

    Ich finde Du und deine PEKO Kolleginnenen leisten wirklich gute Arbeit!
    Uns Mitarbeiter ist nicht immer bewusst von wo die Unterstützung kommt!
    Wir sind öfter zu sehr mit unserer Arbeit beschäftigt!
    Ich wünsche Euch weiterhin: Motivation, Erfolg und Anerkennung….
    Besten Dank….

    Antworten

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